30.09.2010

Zum geBÄNDIgten Tango

Kennt Ihr dieses Gefühl nach einer lange vorbereiteten und intensiv erlebten Party, wenn ihr am Morgen hin- und hergerissen werdet im Strudel aus Glückshormonen und Schlafmangel und dann bei den Nachbarn am Frühstückstisch eine Insel im Strom findet, wo Ihr noch ein paar andere Gesichter der letzten Nacht wiedererkennt und genauso angeregt weiter redet, nur über ganz was anderes als in der letzten Nacht, na ja, und eigentlich ist es auch nicht mehr so angeregt? Dann räumen alle auf und gehen alle weg und am Ende hockt Ihr wieder bei Euch im letzten Licht des Tages und denkt: Wow, hier haben wir jetzt eine neue Dimension eingezogen. Und plötzlich sitzt die Wohnung für ein Weile wie angegossen.


Finnische Menüplanung (mehr dazu am Ende) und Bändis Soundcheck (Volker Denkel, Thomas Salzmann, Kristiane Debelius und Noah)

Und jetzt stellt Euch vor, Ihr habt dieses Gefühl zu Anfang der Woche an Eurem Arbeitsplatz. So ging es mir am Montag in der Morgensonne, die durchs Bürofenster ins Hukodi fiel, wo am Samstagabend unser erstes Konzert stattfand, mit Bändi und finnischem Tango und Maustekakku und Lapplandzauber und Märzen und gut 40, 50 Leuten, die fast alle, alle lächelten bis nachts um vier. Und dann kommt an diesem Montagmorgen eine schöne Frau zum Saubermachen zur Tür herein und später unterhalten einen die Kinder von anderen Nachbarn bei aufgewärmter finnischer Gemüsesuppe vor der Bürotür und noch später kommt die Mama dazu, Mensch, die ja auch beim Finnischen Tango war und jetzt weiß ich auch, warum mir ihr Name so bekannt vorkam. Und dann sitzt die Welt für eine Weile wie angegossen.

Was es denn jetzt eigentlich zu essen gab? Alles aus dem Internet und alles war gut (Respekt für Finnland Online): Finnische Gemüsesuppe (ohne Krabben und Mehlschwitze, dafür mit Ei – im Zweifel immer passend – und Radieschengrün), Frikadellen à la Lindström (die so rot leuchteten wie eine Rentiernase und durch Wunderwürz Süß den letzten Kick bekamen) mit Kartoffelsalat, Karelische Piroggen (die für reichlich Smalltalk sorgten, mehr sag ich erst, wenn ich selbst in Finnland war) und Gewürzkuchen (der heute noch viel besser schmeckt als am Samstag) mit Moltebeerenkonfitüre in Gläsern mit halbflüssiger Sahne drüber (das HUKODI dampfte so, dass es fester nicht ging, was aber viel besser war). Und zum Nachspülen viele, viele Gläschen Lapplandzauber. Finnland, wir kommen! Und BÄNDI kommt in alter Tradition wieder am 2. Wiesnsamstag 2011, also am 24. September – zum Finnischen Krebsessen.

16.09.2010

Finnischer Tango-Abend mit BÄNDI und feiner Fingerkost im HUKODI


„Wir werden tanzen, turteln, trinken, wir werden feiern wie die Finnen – fröhlich unter Tränen und so ausgelassen wie ein Schwarm Salzheringe.” BÄNDI in voller Besetzung.

Skandinavien rockt und schmeckt: Schweden hat Abba und Köttbullar, Dänemark hat René Redzepi und sein „Noma”, Norwegen hat Fische, die sie in Japan gerne hätten. Und Finnland? Hat den Blues. Besser: den Finnischen Tango. Fans von Aki Kaurismäkki kennen ihn als Soundtrack seiner Filme, es gab sogar einen „Tatort” aus dem nordischen Tango-Milieu, wo viel getanzt, geturtelt und getrunken wird. Weswegen der Finnentango live so richtig rockt. Und wir holen ihn jetzt nach München – mit BÄNDI, die am Samstag, den 25. September unsere neue Reihe „Kost & Kultur” im HUKODI eröffnet: Live-Musik in kleiner Besetzung mit feiner Fingerkost zum Thema.

Die Filmerin und HUKODI-Servicechefin Catherina Conrad hat ihre Beziehungen zur Frankfurter Musikszene genutzt, um mit BÄNDI die einzige deutsche Finnentangoband nach München zu holen. Kristina Debelius mit ihrer rauchig-grazile Stimme, Thomas Salzmann an den Percussions und Volker Denkel an der Gitarre mixen die tieftraurigen Ohrwürmer des Finnischen Tango aus den 40er bis 60er Jahren mit Bossa-Nova-, Blues-, Rumba- und Country-Elementen. „Nirgendwo schnuckeln so schön Geigen & jazzige Drums, Tenöre mit zarten Elfenstimmen und werden in wunderbar-traurigen Liebesliedern blonde Mädchen einfach so im Stroh vernascht”, erzählt uns Thomas, die FAZ ergänzt: „BÄNDI spielt Finnischen Tango mitreißend, charmant und ein wenig melancholisch“ und die FR erweitert: „Musik, die da weitergeht, wo Russendisko und Balkanbeat an ihre Grenzen stoßen.” Hier zu hören: www.myspace.com/baendi

Und wir gehen noch weiter. Unser HUKODI-Koch und Bestseller-Autor Sebastian Dickhaut arbeitet bereits feste an seinem finnischen Fingerkost-Menü vom Fliegenden Buffet: „Lachs-Confit, Kartoffel-Piroggen, Moltebeeren-Grütze wären was”, lässt er sich entlocken, „bestimmt was mit Hering, vielleicht auch was mit Krebsen oder Rentier.” Ok, wir werden Anfang nächste Woche näheres berichten. Sicher ist, dass die Fotografin und HUKODI-Barchefin Andrea Huber dazu skandinavische Drinks und Giesinger Bier an der Helsinki-Bar serviert. „Wir werden feiern wie die Finnen, fröhlich unter Tränen und so ausgelassen wie ein Schwarm Salzheringe”, versprechen Huber, Conrad, Dickhaut – und BÄNDI.

Da die Platzzahl begrenzt und das Interesse schon jetzt groß ist, empfehlen wir sehr, im Voraus zu reservieren unter hukodiATsebastian-dickhaut.de. oder 089-44 14 01 29. Der Eintritt mit Konzert und Buffet kosten 22 Euro, Einlass und Kartenabholung ist um 19 Uhr, los geht’s um 19.30 Uhr. Wir freuen uns!

*******************************************************

Finnischer Tango-Abend mit BÄNDI live aus Frankfurt
und feiner Fingerkost mit guten Getränken aus Finnland.

Samstag, 25. September, 19:30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)
HUKODI, Untere Weidenstraße 14, München-Untergiesing
Eintritt: 22 Euro. Reservierung unter 089-44 14 01 29
www.myspace.com/baendi
*******************************************************